Biobanken

Bibliothek des Lebens

Ziel der Biobanken ist ein umfangreiches Archiv aufzubauen, die Mechanismen, die der Entstehung und dem Fortschreiten von Krebserkrankungen zugrunde liegen, besser zu verstehen und Prognose-bestimmende Biomarker zu identifizieren, die eine Voraussage zum Therapieansprechen der PatientInnen erlauben. Damit kann möglicherweise eine Grundlage für die Entwicklung neuer Therapien gelegt werden sowie der Verlauf der Erkrankungen und das Ansprechen auf bestimmte Therapien besser vorhergesehen werden.

 

“Proben aus Biobanken ermöglichen das Umsetzen neuester Erkentnisse aus der Forschung für den jeweiligen Patienten und/oder für zukünftige Patienten.”

In den Biobanken der Universitätsklinik für Innere Medizin III werden nach mündlichem und schriftlichem Einverständnis der Patienten kleine Mengen an Harn, Blutbestandteilen, bzw. ein kleiner Teil derjenigen Gewebeproben, die in der Vergangenheit bereits zu diagnostischen Zwecken routinemäßig entnommen und gemäß aktueller Gesetzeslage verpflichtend archiviert wurden, archiviert.


Material wird für die Biobanken nur dann gewonnen, wenn ohnedies eine Blutabnahme und/oder Gewebebiopsie zur Diagnosestellung bzw. im weiteren Verlauf zur Feststellung des Therapieerfolges oder des Fortschreitens der Erkrankung geplant ist. Es entsteht daher in keinem Fall ein zusätzlicher Aufwand oder eine zusätzliche medizinische oder Schmerzbelastung für die Patienten.


Aus den Gewebe- bzw. Blutproben werden molekulare Bestandteile isoliert. Dazu gehören Eiweißstoffe (Proteine, Enzyme), Fett- und Zuckerverbindungen sowie zellgebundenes und zellfreies Erbmaterial (DNA, RNA). Durch verschiedene molekularbiologische und zellbiologische Untersuchungen, sowie anhand biologischer Modelle, sollen Veränderungen in Zusammensetzung und/oder Funktion der Tumorzellen und ihrer Umgebung festgestellt werden, die mit dem Entstehen und/oder Fortschreiten von Krebserkrankungen, bzw. dem Ansprechen auf bestimmte Therapien stehen.


Alle gesammelten Daten und Ergebnisse sind vertraulich und unterliegen den Bestimmungen des österreichischen Datenschutzgesetzes 2000 in der jeweilig geltenden Fassung. Die Untersuchungen finden in jedem Fall an pseudoanoymisierten Proben statt. Das bedeutet, die Proben und auch die Daten werden durch die Vergabe einer Nummer kodiert (=verschlüsselt).

Arbeitsprozesse: